Tag-Archiv | Rüdiger Grube

Ronald Pofalla bekommt Vorstands-Posten bei der Deutschen Bahn

Merkel-Vertraute de Maizière und Ronald Pofalla: Als Dank für treue Dienste in der Partei wird für den ehemaligen Kanzleramtsminister und NSA-Terminator Pofalla nun der dringend notwendige Posten eines Chef-Lobbyisten beim Staatsunternehmen Deutsche Bahn geschaffen. (Foto: dpa)

Merkel-Vertraute de Maizière und Ronald Pofalla: Als Dank für treue Dienste in der Partei wird für den ehemaligen Kanzleramtsminister und NSA-Terminator Pofalla nun der dringend notwendige Posten eines Chef-Lobbyisten beim Staatsunternehmen Deutsche Bahn geschaffen. (Foto: dpa)

Staats-Karriere – Fahr lieber mit der Bundesbahn

Treue zu Angela Merkel lohnt sich: Obwohl NSA-Terminator Ronald Pofalla noch nie in seinem Leben in einem großen Unternehmen gearbeitet hat, soll er nun Vorstand bei der Deutschen Bahn werden. Für ihn wird ein neues Ressort als Cheflobbyist geschaffen. Als Qualifikation bringt Pofalla seine Mitgliedschaften beim Technischen Hilfswerk Geldern und bei der DLRG Weeze mit.

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Bahn-Chef warnt vor Niedergang des Schienennetzes

AFPGrube fordert mehr Investitionen aus Bundesmitteln

Bahn-Chef Rüdiger Grube hat eindringlich vor den Folgen der chronischen Unterfinanzierung der Infrastruktur gewarnt und mehr Geld aus Bundesmitteln für das Schienennetz gefordert

Bahn-Chef Rüdiger Grube hat eindringlich vor den Folgen der chronischen Unterfinanzierung der Infrastruktur gewarnt und mehr Geld aus Bundesmitteln für das Schienennetz gefordert. Wegen der „dramatischen Unterfinanzierung“ habe die Bahn einen Investitionsstau bei Gleisen, Weichen und Stellwerken von über 30 Milliarden Euro, sagte Grube dem „Spiegel“. „Wenn sich nichts ändert, steigt der Rückstand bis 2020 auf gigantische 50 Milliarden Euro.“

Eine anhaltende Unterfinanzierung lässt nach Grubes Überzeugung nur zwei Möglichkeiten zu: Entweder die Qualität der Bahn lasse deutlich nach, oder Strecken müssten gesperrt werden. Es sei nötig, die Investitionen in das Bestandsnetz von derzeit rund drei Milliarden Euro auf „über vier Milliarden Euro“ zu erhöhen. „Selbst dann reden wir über eine Aufgabe, die uns mindestens eine Generation lang beschäftigen wird.“

Bei der Mobilisierung der zusätzlichen Gelder müsse „der Bund mit ran“, forderte Grube. Zwar wolle sich die Bahn auch künftig an der Pflege des Netzes beteiligen. Klar sei aber auch: „Weil die Schiene jahrzehntelang vernachlässigt wurde, können wir es allein nicht schaffen.“

In Zukunft will Grube die Mittel für die Bahn gezielter ausgeben: „Der Grundsatz muss lauten: Das Bestandsnetz hat Vorrang vor dem Aus- und Neubau.“ Insbesondere müssten die Kapazitäten der Bahnknoten wie Hamburg, Köln und Frankfurt am Main erweitert werden.