Tag-Archiv | Sachsen

Rotkäppchen-Syndrom macht Wölfen das Leben schwer

wolf-kombo-DW-Wissenschaft-Hamburggefunden bei www.welt.de

Die Geschichte vom lieben Rotkäppchen, das vom bösen Wolf gefressen wird, war ursprünglich eine Volksüberlieferung, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Eine von mehreren Märchenversionen stammt von den Brüdern Grimm aus Deutschland.

Was tun, wenn ein Wolf den Waldweg kreuzt? „Ruhig stehen bleiben und sich freuen“, sagt Sebastian Körner. Der Biologe hat gut reden. Als Naturfotograf filmt er seit acht Jahren die Wölfe in der ostdeutschen Lausitz und bleibt stehen wie ein Baum, im Tarnanzug.

Seine Frau, Wildbiologin Gesa Kluth, ist den sächsischen Wölfen schon seit dem Jahr 2000 auf der Spur. Im Auftrag des Landes Sachsen erfasst und überwacht sie den Bestand der Einwanderer aus Westpolen.

Mittlerweile hat sie neun Wolfsfamilien gezählt: fünf in der Lausitz, drei in Brandenburg und eines in Sachsen-Anhalt. Carsten Nowak vom Labor für Wildtiergenetik im hessischen Gelnhausen, der mit Hilfe von Haaren und Kotproben die Wölfe molekulargenetisch identifiziert, spricht von zwölf Rudeln insgesamt. Immer wieder werden aber auch Einzelwölfe gesichtet.

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Rätselhaft: Deutlicher Anstieg von Diabetes bei Kindern

Für Kinder, die an Diabetes erkranken, bedeutet dies extremen Stress und noch erhöhtes, gesundheitliches Risiko. (Foto: dpa)Für Kinder, die an Diabetes erkranken, bedeutet dies extremen Stress und noch erhöhtes, gesundheitliches Risiko. (Foto: dpa)

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die an Diabetes-Typ 1 erkranken, hat in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Über 30.000 sind es bereits. Übergewicht spielt hierbei jedoch keine Rolle. Die wirkliche Ursache ist unklar.

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Polizeifunk: Sachsen versenkt 344 Millionen Euro aus Steuergeldern

Der digitale Funk für Sachsens Polizei und Rettungskräfte wird mehr als doppelt so teuer wie geplant. (Foto: dpa)Der digitale Funk für Sachsens Polizei und Rettungskräfte wird mehr als doppelt so teuer wie geplant. (Foto: dpa)

Steuer-Verschwendung – Einführung erneut verschoben

Der Digitalfunk für Polizei und Rettungskräfte in Sachsen wird mindestens 200 Millionen Euro teurer als ursprünglich geplant. Zudem verschiebt sich die Einführung um fünf Jahre.

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Hohe Schulden: Berlin und Sachsen leiten Fördergelder um

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  |  Veröffentlicht: 06.08.13, 08:53  |  Aktualisiert: 06.08.13, 10:18

Eigentlich gibt der Bund den Ländern zum Bau von Sozialwohnungen jedes Jahr Millionen. Die Wohnungsnot in einigen Bundesländern ist groß. Doch statt das staatliche Geld tatsächlich in den sozialen Wohnungsbau zu stecken, stopfen unter anderem Berlin, Bremen, Brandenburg, Sachsen und Thüringen ihre Haushaltslöcher damit.

Bestand und Bedarf an sozialem Mietwohnraum nach Bundesländern, Stand August 2012 (Grafik: Eduard Pestel Institut).Bestand und Bedarf an sozialem Mietwohnraum nach Bundesländern, Stand August 2012 (Grafik: Eduard Pestel Institut).

518 Millionen Euro erhalten die Bundesländer jedes Jahr für die Sanierung und den Neubau von Sozialwohnungen. Angesichts der steigenden Mieten und dem zunehmenden Mangel an bezahlbaren Wohnungen ein wichtiger Zuschuss. Aber in Zeiten der klammen Kassen und der drohenden Schuldenbremse haben einige Bundesländer diese Gelder für andere Zwecke missbraucht.

So haben die Länder Berlin, Bremen, Saarland, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen trotz dieser Förderung vom Bund von 2009 bis 2011 so gut wie keine Sozialwohnungen gebaut, wie ein Bericht des Bundesbauministeriums zeigt. Stattdessen wandert das Geld in die Haushaltslöcher, die es zu stopfen gilt.

„Nicht nachvollziehbar ist, dass einige Länder die Gelder zum Stopfen von Haushaltslöchern benutzen und gleichzeitig über angespannte Wohnungsmärkte klagen“, zitiert die Rheinische Post den Präsidenten des Eigentümerverbandes Haus & Grund, Rolf Kornemann. Berlin und Sachsen scheint das gut zu gelingen – dem Bundesfinanzministerium zufolge konnten die Länder in diesem Jahr sogar einen Haushaltsüberschuss generieren (hier).

Im August 2012 fehlten in ganz Deutschland dem Eduard Pestel Institut zufolge vier Millionen Wohnungen. „Die schon seit Jahrzehnten bestehende Problematik, dass auf eine Sozialwohnung etwa fünf potenzielle Mieter kommen und somit ein erheblicher Teil der Zielgruppe nicht versorgt werden kann, besteht unverändert fort“, heißt es in der Studie.