Tag-Archiv | Schleswig-Holstein

Rentner wird in Pflegeheim von Ratten angefressen

rattenSechs Fleischwunden in der Nacht, Rentner wird in Pflegeheim von Ratten angefressen

Ein Seniorenheim in Großenbrode in Schleswig-Holstein ist zum Albtraum für einen 67-Jährigen geworden. Offenbar haben Ratten den dement kranken Mann während er schlief angefressen. Zuvor wurde der Rentner von Pflegern mit Medikamenten ruhig gestellt.

Ein an Demenz erkrankter Mann ist in einem Altersheim in Großenbrode offenbar von Ratten angefressen worden.Wie die „Bild“-Zeitung vom Montag berichtet, wachte der 67-jährige Peter S. am 2. September, einem Montag, mit blutigen Beinen auf. Zuvor soll der Mann mit dem Medikament Melneurin, ein Neuroleptikum, von Pflegern ruhig gestellt worden sein. Das erkläre, weshalb der Rentner die Beißattacke nachts nicht bemerkt habe.

Ingeborg S., die ihren Mann an dem Tag im Seniorenheim „Am Sund“ besuchen wollte, bekam dem Bericht zufolge einen Anruf vom Heim. „Ein Pfleger teilte mir mit, dass mein Mann von einer Maus angeknabbert wurde“, sagte die 61-Jährige gegenüber der „Bild“. „Ich ging sofort hin. Mein Mann weinte, war völlig aufgelöst.“ Ein Brief an den Hausarzt bestätigt: „frische blutige Wunden“, insgesamt sechs. Eine Wunde ist dem Bericht nach größer als ein Zwei-Euro-Stück. Nun sitzt der Mann im Rollstuhl.

 Ehefrau wirft Klinik Versagen vor

 Pfleger sollen im Zimmer von Peter S. tatsächlich eine Maus gefunden haben. Doch an eine Tat des kleinen Nagers wolle niemand so richtig glauben. Nach „Bild“-Informationen gehen die Ärzte in der Sana-Klinik in Oldenburg von einem größeren Tier wie einer Ratte aus. „Sie sagten mir, dass es eine Ratte gewesen sein muss, weil Mäuse sich Menschen so nicht nähern würden“, erzählte die Ehefrau dem Blatt. „Als ich das hörte, musste ich erst einmal selbst zum Arzt, ich war ganz zittrig.“ Ein Arzt hat der Zeitung gegenüber den Verdacht bestätigt.

Der Platz im Seniorenheim „Am Sund“ in Großenbrode (Schleswig Holstein) kostet 2300 Euro im Monat. Ingeborg S. zeigt sich in der „Bild“ fassungslos. „Die haben meinen Mann so mit Tabletten vollgepumpt, dass er sich nicht gegen die Tiere wehren konnte“, sagt sie. „Und auch sonst hat keiner etwas unternommen!“ Die Heimleitung wehrt sich gegen diesen Vorwurf. Chefin Monika Wulf sagte dem Blatt: Die Pfleger haben gleich am Morgen reagiert.“ Außerdem habe man den Fall sofort dem Gesundheitsamt gemeldet. Der Klinik zufolge könne so etwas schon mal passieren. „Wir sind hier auf dem Land …“

Übertragen von Quelle : http://www.focus.de/panorama/welt/sechs-fleischwunden-in-der-nacht-rentner-wird-in-pflegeheim-von-ratten-angefressen_aid_1121968.html

 

Schleswig Holstein: Polizei überwachte 7 Millionen Handys

Veröffentlicht: 16.08.13, 18:17

Wer zur falschen Zeit am falschen Ort ist, dessen Daten werden von der Polizei in Schleswig-Holstein gespeichert und über Jahre gespeichert. Rein rechnerisch ist die jedem Einwohner des Bundeslandes schon mehrmals wiederfahren.

Wer sich zur falschen Zeit in der falschen Funkzelle befindet, dessen Standort und Gesprächspartner werden von der Polizei gespeichert. (Foto: Flickr/mikecogh)

Wer sich zur falschen Zeit in der falschen Funkzelle befindet, dessen Standort und Gesprächspartner werden von der Polizei gespeichert. (Foto: Flickr/mikecogh)

Die Polizei in Schleswig-Holstein hat massenhaft Verbindungs- und Standortdaten erfasst. Jeder, der sich im Umkreis eines Tatorts aufhält, muss damit rechnen, dass seine Bewegungen von der Polizei gespeichert werden.

Seit 2009 hat die Polizei in Schleswig-Holstein bei 850 Funkzellen-Abfragen rund 7 Millionen Mal Handys geortet, zitiert die Piratenpartei Angaben der Landesregierung. Statistisch gesehen sei jeder Einwohner von Schleswig Holstein schon mehrfach von der Polizei geortet worden.

Bei einer Funkzellenabfrage erhält die Polizei von den Netzbetreibern Informationen darüber, wer mit wem wo telefoniert. Die überwachten Bewegungen der Handynutzer bleiben oft jahrelang gespeichert. Die Ermittlungen sind oft schon längst eingestellt. Obwohl 7 Millionen Handydaten erfasst wurden, ist es bisher nur in 36 Fällen zu einer Verurteilung gekommen. Katharina Nocun, politische Geschäftsführerin der Piratenpartei, sagte:

Die Zahl der Asylanträge in Deutschland steigt um 90 Prozent.

Deutschland hat ein neues Asylbewerber-Problem

Ein Trend verstärkt sich: Die Zahl der Asylanträge in Deutschland steigt um 90 Prozent. Demnächst kommen 5000 Flüchtlinge aus dem syrischen Bürgerkrieg. Doch noch weiß keiner, wo sie unterkommen.

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Beispiel Bremen: Als das Übergangsheim für Flüchtlinge an der Eduard-Grunow-Straße in Bremen im April dieses Jahres öffnete, kamen die Nachbarn mit selbst gebackenem Kuchen vorbei, um die neuen Bewohner zu begrüßen. Das war keineswegs selbstverständlich, gab es doch zuvor erhebliche Bedenken. Man hatte Angst vor Lärm und Kriminalität. Doch die 50 Bewohner belehrten die Nachbarn eines Besseren. Kurz darauf folgte auch eine Einladung von Seiten der Bewohner des Heims. Es wurde gekocht und Musik gemacht. Die Leiterin Mageda Abou-Khalil sagt, es ist wichtig, die Anwohner aufzuklären und ihnen nicht einfach ein Heim vor die Nase zu setzen.

“Für einen Arzt bist du aber sehr schüchtern, Kamal,” lacht Mageda Abou-Khalil. Vorsichtiger Händedruck, leise Stimme. Kamal ist 26, Syrer und vor drei Monaten im Übergangswohnheim für Flüchtlinge an der Eduard-Grunow-Straße in Bremen angekommen. Das Heim unter Leitung von Mageda Abou-Khalil wurde erst Mitte April eröffnet, es verströmt noch den Geruch neuer Räume. Große Fenster, weiß verputzte Wände, warmer Holzboden. Eigentlich sollte aus dem vierstöckigen Gebäude ein Hostel werden, doch angesichts der vielen fehlenden Plätze zur Unterbringung von Asylsuchenden entschied sich die Stadt anders.

Nun wohnen 50 Menschen aus Iran, Afghanistan, Nigeria und Syrien hier. Man kann dieses Heim als einen Glücksfall bezeichnen. Zwar ist auch hier, wie in ganz Deutschland, der Platz knapp, aber die Zimmer sind größer als vorgeschrieben, die Atmosphäre freundlich.

Mageda Abou-Khalil, die noch ein zweites Heim in Bremen leitet und als junge Frau aus dem Libanon nach Deutschland kam, vermittelt Deutsch-Kurse, macht Behördengänge und hilft bei der Wohnungssuche. Nur, es gibt in Bremen keine Wohnungen. Kaum für Normalbürger, noch weniger für Menschen wie Kamal.

1,8 Millionen Syrer auf der Flucht

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