Tag-Archiv | Sotschi 2014

Olympia auf ARD & ZDF – Propagandaorgie gegen Russland angekündigt

ARD und ZDF : Kritische Berichterstattung aus Deutschland über Olympia in SotschiARD und ZDF : Kritische Berichterstattung aus Deutschland über Olympia in Sotschi

12. Dez. 2013STIMME RUSSLANDS Wie auf einer Pressekonferenz in München angekündigt, wollen ARD und ZDF das Olympische Sportereignis in Sotschi mit fast 740 Stunden aus Russland übertragen. Dabei sollen jedoch nur 240 Stunden im klassischen Fernsehen gezeigt werden. Der Rest soll im Internet abrufbar sein.

„Oberste Priorität hat wie bei allen Sportgroßereignissen die Live-Berichterstattung“, lautet die Devise der öffentlich-rechtlichen Sender. „Das ist ein Sportereignis, wir wollen den Zuschauern Freude machen“, sagte ZDF-Chefredakteur Peter Frey. Zudem betonte Frey auch, dass über die „Kehrseiten der olympischen Medaillen“ berichtet werden soll und kündigte eine umfassende und kritische Berichterstattung an über Themen wie: „Die Missachtung der Rechte von Minderheiten, die mögliche Überwachung von Athleten, Umweltskandale, Kostenexplosion und Gigantismus, Korruption und Doping.“

„Wir werden Olympia nutzen, mikroskopisch genau hinzuschauen“, kündigte ARD-Programmdirektor Volker Herres an. „Wir wollen die große Aufmerksamkeit nutzen, um auch den Spot auf solche Dinge zu richten.“

Dabei möchte man aber auch sparen – unter zehn Millionen Euro sollen die Ausgaben für die Berichterstattung von den Winterspielen pro Sender liegen. Wie man kritischen Journalismus und die Berichterstattung über ein Sportgroßereignis zusammenbringen kann und dabei auch noch spart – werden ZDF und ARD dem deutschen Publikum dann im Februar 2014 demonstrieren.

Deutsche Wirtschaft sauer auf Gauck

Deutsche Wirtschaft sauer auf Gauck

12. Dez. 2013 – Foto: EPA

STIMME RUSSLANDS Die Außenwirtschaftsverbände der BRD kritisieren die Entscheidung von Bundespräsident Joachim Gauck, die Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi nicht zu besuchen.

Die frühe Festlegung Gaucks sei »nicht hilfreich«, sagt Jens Nagel, Geschäftsführer beim Außenhandelsverband BGA, in der Tageszeitung »Die Welt«. Man müsse auch auf schwierige Gesprächspartner zugehen und dürfe den – durchaus auch kritischen – Dialog mit Regierungen nicht abreißen lassen, »mit deren Werten oder Verhalten wir nicht konform sind«, mahnt Nagel an. »Sprachlosigkeit hilft niemandem.«

Auch der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ist unzufrieden mit Gaucks Olympia-Fernbleiben. »Differenzen lassen sich nur im direkten Gespräch ausräumen«, sagt Geschäftsführer Rainer Lindner in derselben Zeitung. Aus wirtschaftlicher Sicht gebe es dringende Fragen, »wie die Abschaffung der gegenseitigen Visa-Pflicht und die Gestaltung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes, bei denen wir vorankommen müssen«.

IOC-Chef Thomas Bach ist um Deeskalation bemüht. Für den Verzicht des Bundespräsidenten, an der Eröffnung der Olympischen Spiele in Sotschi teilzunehmen, seien im wesentlichen »protokollarische Gründe« verantwortlich: »Er kann ohne einen vorangegangenen offiziellen Staatsbesuch kein Land besuchen.«