Tag-Archiv | Sparkassen

Bankenunion: Sparer von Sparkassen & Genossenschaftsbanken sollen anteilig für Investmentbanken haften

Des einen Freud, der anderen Leid: Die Sparkassen und ihr Präsident Georg Fahrenschon (ganz rechts) wollen nicht für die Risiken der EU-Banken haften. (Foto: dpa)

Des einen Freud, der anderen Leid: Die Sparkassen und ihr Präsident Georg Fahrenschon (ganz rechts) wollen nicht für die Risiken der EU-Banken haften. (Foto: dpa)

SPARGUTHABEN – Widerstand gegen Banken-Union

Insider – Sparkassen müssen wegen LBB eine Mrd Euro abschreiben

brz26. Dez. 2013 – Berlin – Die deutschen Sparkassen müssen Finanzkreisen zufolge ihr Engagement auf die Landesbank Berlin erneut kräftig abschreiben.

Für das laufende Jahr sei mit einer Summe von eins bis 1,2 Milliarden Euro zu rechnen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag von drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Dies gehe aus einem Brief des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) an die Vorstandschefs der beteiligten Sparkassen hervor. Auch das „Handelsblatt“ berichtete darüber.

In den vergangenen Jahren hatten die gut 400 Institute als Eigner der LBB bereits rund 2,2 Milliarden Euro abgeschrieben. Dies sind etwa 40 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises von 5,5 Milliarden Euro aus dem Jahr 2007. Zuletzt stand die LBB noch mit 3,4 Milliarden Euro in den Büchern der Sparkassen. Nach einem Gutachten der Wirtschaftsprüfer KPMG liegt der Unternehmenswert nun nur noch bei 2,2 bis 2,4 Milliarden Euro, wie Reuters erfuhr. Bei planmäßigem Geschäftsverlauf sei allerdings bis 2016 mit Wertaufholungen von 400 bis 600 Millionen Euro zu rechnen.

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Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon hatte bereits im Oktober die Institute auf die Abschreibungen vorbereitet und in einem Brief betont: „Es ist jetzt notwendig, einen klaren Schritt zu machen.“
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Koalition stärkt Banken: Dispo-Zinsen dürfen weiter Wucher bleiben

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist gern gesehener Gast bei den Banken. Hier mit dem Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, beim Bankenkongress am 22.11.2013. (Foto: dpa)Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist gern gesehener Gast bei den Banken. Hier mit dem Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, beim Bankenkongress am 22.11.2013. (Foto: dpa)

Banken und Politik – Schäuble gegen harte Worte

Union und SPD werden nichts gegen die unsittlich hohen Dispo-Zinsen unternehmen. Es bleibt bei einer freundlichen Ermahnung von Merkel und Gabriel an die Banken. Die Banken bekommen das Geld von der EZB für 0,25 Prozent, berechnen beim Dispo jedoch meist mehr als 10 Prozent.

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500 Milliarden Euro aus deutschen Steuergeldern für Banken-Rettung

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat eine neue Idee, wie die europäischen Banken gerettet werden können. Hier bei der Preisverleihung der Deutschen Gesellschaft mit dem Preisträger Jean-Claude Juncker. (Foto: dpa)Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat eine neue Idee, wie die europäischen Banken gerettet werden können. Hier bei der Preisverleihung der Deutschen Gesellschaft mit dem Preisträger Jean-Claude Juncker. (Foto: dpa)

Banken-Krise – Schäuble will neue Agentur

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble arbeitet, von der Öffentlichkeit weitgehend unbeobachtet, an einem neuen Konzept zur Rettung der Banken in Europa: Eine europäische „Agentur“, die über die Abwicklung von Zombie-Banken befinden soll. Da jedoch selbst Abwicklungen von maroden Banken mit immensen Kosten verbunden sind, soll ein europaweites Netzwerk aus nationalen Abwicklungsfonds geschaffen werden. Die Federführung liegt beim Bundesfinanzministerium.

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Banken zocken Kunden mit überhöhten Gebühren ab

 |  20.08.13, 14:29

Banken und Sparkassen zocken ihre Kunden mit zu hohen Gebühren ab. Für einen Dispokredit zahlen die Kunden bis zu 14,75 Prozent Zinsen. Wegen der historisch tiefen Marktzinsen kassieren die Kreditinstitute Milliardengewinne. Die Banken jedoch versuchen, ihre Zinsen vor dem Kunden geheim zu halten.

Hier sitzen die teuersten Banken. (Screenshot: DWN/test.de)

Hier sitzen die teuersten Banken. (Screenshot: DWN/test.de)

Ein Finanztest der Stiftung Warentest hat ergeben, dass die Zinsen für Dispositionskredite bei deutschen Banken und Sparkassen „unverschämt“ hoch ausfallen. Im Schnitt verlangen die Banken 11,31 Prozent. „Das ist zu viel im Verhältnis zu den Zinsen, die sie selbst zahlen, wenn sie sich Geld borgen. Bei der Europäischen Zentral­bank geht das aktuell für 0,5 Prozent“, berichtet Stiftung Warentest.

Daran erkennt man, dass niedrige Leitzinsen nicht von den Banken an die Kunden weitergegeben werden. Die hohen Gewinne aus der Zinsdifferenz streichen die Banken ein. Das Kreditvolumen für Überziehungskredite liegt einem Bericht der Bundesbank zufolge bei etwa 390 Milliarden Euro. Jeder Prozentpunkt aus der Zinsdifferenz spült den Banken 390 Millionen Euro in die Kassen. – Zum Weiterlesen –