Tag-Archiv | Umfrage

Bundestagsparteien (außer Linke) gegen symbolische Anerkennung Palästina

Israel erhält von Deutschland Rabatt auf gekaufte Kriegsschiffe

Israelische Marinesoldaten bei ManöverIsraelische Marinesoldaten bei Manöver

Al Quds/Jerusalem 20. Oktober 2014 (AFP/IRIB)

Auf die von Deutschland gekauften Kriegsschiffe erhält Israel nun doch einen Rabatt, berichtet die israelische Tageszeitung „Haaretz“.

Damit endet ein monatelanger Disput zwischen Deutschland und Israel um ein gemeinsames Rüstungsprojekt. Die Bundesregierung hat entschieden, Israel für die gekauften drei mit Raketen bestückten Kriegsschiffe 30 Prozent Nachlass auf den Kaufpreis einzuräumen.

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Mehrheit: Wunsch nach Unabhängigkeit von den USA steigt

Kanzlerin Merkel, Präsident Obama (im Juni 2013): Folgen der NSA-AffäreKanzlerin Merkel, Präsident Obama (im Juni 2013): Folgen der NSA-Affäre

Berlin 11. September 2014 (SPON/IRIB)

Die Ergebnisse einer Studie des German Marshall Funds belegen eine zunehmende Entfremdung zwischen Deutschland und den USA.
Danach wünschen sich 57 Prozent der befragten Deutschen mehr außenpolitische und sicherheitspolitische Unabhängigkeit von den USA. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 17 Prozent, wobei es sich vermutlich um eine Folge der NSA-Spähaffäre handelt. Je nach Parteizugehörigkeit liegt dieser Unabhängigkeitswunsch bei SPD-Anhängern bei 54 Prozent, bei CDU-Anhängern jedoch nur bei 47 Prozent.
Gleichzeitig halten 60 Prozent aller in Deutschland Befragten eine starke Führungsrolle der USA in der Welt für wünschenswert. Im europäischen Durchschnitt sind das nur 56 Prozent.
Bei der Studie „Transatlantic Trends“ der US-Stiftung German Marshall Fund handelt es sich um eine repräsentative Umfrage, die in den USA, zehn EU-Ländern, der Türkei sowie Russland durchgeführt wurde. Befragt wurden zwischen dem 2. und 26. Juni jeweils rund tausend Erwachsene (in Russland: 1500).

Deutsche lehnen Waffenlieferung an Kurden überwiegend ab

Deutsche lehnen Waffenlieferung an Kurden überwiegend ab

Berlin 29. August 2014 (Reuters/IRIB)

Die von der Bundesregierung geplanten Waffenlieferungen an die Kurden im Nordirak finden einer Umfrage zufolge in der Bevölkerung nur wenig Unterstützung.

Nur etwa ein Drittel (34 Prozent) befürwortet diese Waffenlieferungen, die eine bessere Verteidigung der Kurden gegen die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ ermöglichen sollen, wie aus dem am Freitag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend hervorgeht. Eine Mehrheit von 60 Prozent ist jedoch gegen derartige Waffenlieferungen. Sie stoßen unter den Anhängern aller Parteien auf Ablehnung mit Ausnahme der Anhänger der AfD, die in dieser Frage gespalten sind.

Befragt wurden am 26. und 27. August 1027 Bundesbürger.

Mehrheit der Deutschen gegen Auslands-Einsätze der Bundeswehr

Bundeswehr nahe KunduzBundeswehr nahe Kunduz – 20. Mai 2014 Berlin (Reuters/IRIB)

Die Deutschen sind einer Umfrage zufolge gegen ein stärkeres militärisches und außenpolitisches Engagement im Ausland.

Eine von der Körber-Stiftung durchgeführte Umfrage zeigt, dass nur 13 Prozent der Deutschen militärische Einsätze für das richtige Mittel der Außenpolitik halten.

Die Bereitschaft zu einem stärkeren internationalen Engagement ist in den vergangenen 20 Jahren laut Statistik der Stiftung stark gesunken: Während 1994 noch knapp zwei Drittel der Deutschen für die Übernahme größerer Verantwortung bei internationalen Krisen plädierten, sind es heute nur noch gut ein Drittel.

Für 93 Prozent ist wichtigstes Ziel der deutschen Außenpolitik der Schutz der Menschenrechte.

Derzeit sind rund 4700 deutsche Soldaten bei Auslandseinsätzen in Afghanistan, im Senegal, in Mali und in der Türkei stationiert.

In Afghanistan wurden seit Beginn des Einsatzes bis jetzt mindestens 54 deutsche Soldaten getötet.

Umfrage-Mehrheit für Gleichstellung des Islam und gegen Kopftücher im Lehrstuhl

Das Minarett der Moschee Yavuz Sultan Selim und der Turm der Liebfrauenkirche in MannheimDas Minarett der Moschee Yavuz Sultan Selim und der Turm der Liebfrauenkirche in Mannheim

30. April 2014 – Berlin (FAZ/IRIB)

Eine knappe Mehrheit der Deutschen befürwortet islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen. Abgelehnt werden Kopftuch tragende Lehrerinnen an staatlichen Schulen.
Die Mehrheit der Bevölkerung befürwortet eine religiöse Gleichstellung des Islam, einer Sonderbehandlung aus religiösen Gründen begegnet sie mit Skepsis. Das geht aus dem Integrationsbarometer und dem Jahresbericht des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration hervor, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Weiterlesen

Vertrauen in NATO und EU durch Krimkrise erschüttert – Mehrheit für Neutralität gegenüber Russland

4. April 2014 Hamburg – (Die Welt/IRIB)

Die Krim-Krise hat einem Bericht der deutschen Tageszeitung „Die Welt“ das Vertrauen der Deutschen in Nato und EU erschüttert.

Die Mehrheit der Bürger plädiert in dem Konflikt für Neutralität gegenüber Russland – und eine deutsche Vermittlerrolle. Wie das Blatt in ihrer Donnerstagausgabe weiterberichtet, sieht noch eine Mehrheit von 55 Prozent der Bundesbürger Deutschland in der Krim-Krise fest in Nato und Europäischer Union verankert. Es hieß dazu weiter: Die Betonung liegt auf noch. Denn geht es nach 49 Prozent der wahlberechtigten Deutschen, dann soll die Bundesrepublik künftig eher eine Art Vermittlerrolle zwischen dem westlichen Bündnis und Russland einnehmen. Eine Minderheit von 45 Prozent würde lieber weiterhin zu Nato und EU stehen.

Umfrage: Arbeitsmarktpläne schrecken Unternehmen auf

umfBild: Beate Klinger / pixelio.de

Die Pläne von Union und SPD zur Einschränkung von Zeitarbeit und befristeten Arbeitsverträgen bereiten vielen Unternehmen große Sorgen. Nach einer aktuellen Sonderumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hat die Möglichkeit der befristeten Beschäftigung für 43 Prozent der Betriebe eine große oder sogar sehr große Bedeutung hinsichtlich der Neueinstellung von Personal, schreibt die F.A.Z. in ihrer Dienstagsausgabe.

Zeitarbeit sei zwar nur für 18 Prozent der Betriebe in der deutschen Wirtschaft wichtig, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. In der Industrie, die allein mehr als ein Fünftel aller Arbeitsplätze stellt, beträgt der Anteil allerdings 38 Prozent. „Die diskutierten zusätzlichen Regulierungen am Arbeitsmarkt sind ein völlig falsches Signal“, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der F.A.Z. „Viele für das deutsche Jobwunder verantwortliche Reformen werden damit zunichtegemacht.“ Die Politik laufe damit Gefahr, eine Vollbremsung am deutschen Arbeitsmarkt hinzulegen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Umfrage: „Politiker sagen uns nicht die Wahrheit über die Euro-Krise“

Eine Studie der Universität Hohenheim zeigt eine tiefe Kluft zwischen den Bürgern und der deutschen Politik in der Einschätzung der Euro-Krise. Die Bürger glauben den Politikern nicht und fühlen sich nicht von ihnen vertreten. Meist verstehen die Bürger gar nicht, was die Politiker sagen. Wenige Wochen vor der Bundestagswahl ist das ein verheerender demokratischer Befund.

Angela Merkel wagt gelegentlich einen Besuch im Neuland Internet. Was sie da sieht, dürfte sie nicht besonders erfreuen: Sie erreicht die Bürger nicht, auch wenn sie wieder gewählt wird. (Foto: DWN/Laurence Chaperon)

Angela Merkel wagt gelegentlich einen Besuch im Neuland Internet. Was sie da sieht, dürfte sie nicht besonders erfreuen: Sie erreicht die Bürger nicht, auch wenn sie wieder gewählt wird. (Foto: DWN/Laurence Chaperon)

Eine aktuelle Studie zeigt: Die Kluft zwischen den Deutschen und ihren Politikern ist tief.

Wenn es um die Euro-Krise geht, trauen die Deutschen den Politikern nicht über den Weg.

Sie sind erstaunlich resistent gegen die teilweise massive Propaganda.

91 Prozent der Deutschen glauben, dass sie die Auswirkungen der Euro-Krise noch lange beschäftigen wird. Nur 17 Prozent denken, Europa sei über den Berg. Das sind die Ergebnisse einer Langzeit-Studie, die von der Universität Hohenheim und der ING-DiBA durchgeführt wird.

Jeder zweite Deutsche glaubt, dass die Euro-Krise negative Auswirkungen auf den Wohlstand haben werde. 80 Prozent sind sich sicher, dass sie die Kluft zwischen Reich und Arm verschärfen werde. Vier von zehn Deutschen sind der Meinung, dass der Zusammenhalt der Bürger im Land unter den wirtschaftlichen Umständen leiden werde.

Nur einer von zehn Deutschen glaubt, dass die Politiker die Wahrheit sagen, wenn es um die Krise geht. Für die große Mehrheit sind die Aussagen der Politiker unverständlich.

Die Zusammenfassung der Studie im Detail: 14.08.13, 00:49Zum Weiterlesen: