Tag-Archiv | Versklavung

Wer hat uns verraten? – SPD-Gesetz zur “Tarifeinheit” beschlossen

Heute hat die Bundesregierung die umstrittene gesetzliche Regelung zur Tarifeinheit bewilligt. Der Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) wurde wie erwartet durchgewunken. Der DGB-Vorstand freut sich, kleinere Gewerkschaften befürchten Einschränkungen im Streikrecht. Rechtsexperten bewerten den Gesetzentwurf als “verfassungswidrig”.

Wer hat uns verraten? – SPD-Gesetz zur “Tarifeinheit” beschlossen

11. Dezember 2014 – RT deutsch – Quelle: www.verdi.de

Mit diesem Gesetz sollen in Zukunft Arbeitskämpfe konkurrierender Gewerkschaften im selben Betrieb, wie jüngst bei der Deutschen Bahn und Lufthansa, verhindert werden. Im Widerspruch zu den sonst hochgelobten Mechanismen der freien Marktwirtschaft wird nun per Gesetz geregelt, dass nur der Tarifvertrag der größeren Gewerkschaft im Betrieb gilt. Wettbewerb ist bei der Vertretung  von Arbeitnehmerrechten scheinbar unerwünscht. Ganz im Sinne des neoliberalen Mantras „De-unionize“ (Schaffe die Gewerkschaften ab). In Deutschland ist die Gründung von Gewerkschaften festgeschrieben im Grundgesetz:

GG Artikel 9 Abs.(3): Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet.

Die Tarifeinheit war im Juli 2010 vom Bundesarbeitsgericht aufgehoben wurden. Dadurch konnte es zur „Tarifkollision“ kommen, wenn für dieselbe Gruppe von Beschäftigten unterschiedliche Tarifverträge von verschiedenen Gewerkschaften ausgehandelt wurden.

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kranke Gesellschaft: Werbung impft Kindern ADHS zur Bedarfsbefriedigung ein

media Markt SchreihalsEin weiteres erschreckendes Beispiel der voranschreitenden Zerzersetzung und Unterjochung unserer Gesellschaft gibt diese Werbung ab. Sie drillt unsere Kinder zu quängelndeln Monstern, welche nur durch Befriedigung ihrer durch Außeneinflüsse geschaffenen Bedürfnisse gezähmt werden können, oder eben durch Ritalin. Ein extrem starkes, ruhigstellendes Medikament, dass nach ADHS-Diagnose, welche gerne auf erzeugte Symptome bezogen wird, Anwendung findet und somit zu einem Mittel der Flächendeckenden Geistesabstumpfung unsere Kinder gedeiht. Einhergehend damit, generiert sich Gerechtigkeitsverlust und bei immer kleiner werdenden Geldbeuteln der Elternschaft, Beschaffungskriminalität unter unserene Schutzbefohlenen. Ein Horrorszenario, welches leider keine Fiktion darstellt, sondern gerade massenmedial erzeugte Realität wird.

BRD: Arme ärmer – Superreiche reicher – bereits über 15% verarmt

Neue Zahlen belegen, dass die Armut in Deutschland ein neues Rekordhoch erreicht hat. Gleichzeitig stieg die Zahl der Superreichen um mehr als sieben Prozent.

Quelle: Pixabay

21. November 2014 – RT deutsch – Quelle: Pixabay

Die aktuellen Zahlen zur Armutsquote in Deutschland, die das Statistische Bundesamt am Mittwoch veröffentlichte, haben es in sich. 15,5 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung gelten mittlerweile als arm. Besonders die Altersarmut in Ost und West ist dem Paritätischen Wohlfahrtsverband zufolge überproportional angestiegen.

„Wer diesen Trend stoppen will, braucht mehr als Mindestlöhne. Die Bundesregierung darf dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen, sondern muss einen echten Masterplan zur Armutsbekämpfung auf den Weg bringen“, forderte in Reaktion auf die Zahlen Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

„Die aktuellen Zahlen sind nur der Vorbote einer Lawine der Altersarmut, die in zehn Jahren auf uns zukommen wird, wenn nicht endlich politisch gegen gesteuert wird“, so Schneider weiter.

Auffallend ist auch die wachsende regionale Zerrissenheit in Deutschland. So sind beispielsweise in Bremen mit 24,6 Prozent mittlerweile mehr als doppelt so viele Menschen von Armut betroffen wie in Bayern. Dort liegt die Armutsrate bei 11,3 Prozent.

Beinahe gleichzeitig zu den Armutsstatistiken des Statistischen Bundesamtes veröffentlichte die Schweizer Großbank UBS und das Marktforschungsinstitut Wealth Xihrem ihren „World Ultra Wealth Report“. Dieser Bericht erfasst weltweit die Superreichen und die Veränderung ihres Vermögens zwischen Juli 2013 und Juni 2014. Deutschland belegt in diesem Report nach den USA den zweiten Platz mit 19.095 Superreichen. Dies entspricht einem Anstieg an extrem Reichen um gut sieben Prozent. Als superreich gilt, wer über ein Vermögen von mehr als 30 Millionen Euro verfügt.

Besonders ins Auge fällt die Tatsache, dass vor allem im krisengeplagten Europa das Vermögen der extrem Reichen überdurchschnittlich gestiegen ist. In Lateinamerika, Asien und Australien wuchs das Vermögen der Superreichen hingegen unterdurchschnittlich.

Elsässers Rede vorm Bundeskanzleramt 9.11.2014

Sozialdumping: Deutschlands Arbeitslose die Ärmsten der EU

Die Bundesregierung und Sozialministerin Andrea Nahles haben noch kein Rezept gegen die Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland vorgelegt. Foto: dpa)Die Bundesregierung und Sozialministerin Andrea Nahles haben noch kein Rezept gegen die Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland vorgelegt. Foto: dpa)

Arbeitsmarkt – Soziale Ausgrenzung steigt

Deutschland schummelt bei den Zahlen zur Langzeit-Arbeitslosigkeit

Trotz statistischer Tricks ist es nicht gelungen, die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Deutschland abzubauen. Schlimmer noch: In keinem europäischen Land ist die soziale Ausgrenzung von Arbeitslosen größer als hier: 86 % der Erwerbslosen in Deutschland waren 2013 von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen.

BFS: Fast jeder Sechste in Deutschland von Armut bedroht

BFS: Fast jeder Sechste in Deutschland ist von Armut bedroht

Wiesbaden 28. Oktober 2014 (die Welt/IRIB)

Mehr als 16 Prozent der Bevölkerung gelten neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge als armutsgefährdet.

Das Risiko arm zu werden, ist besonders bei Alleinerziehenden und Singles hoch. Fast jeder Sechste in Deutschland ist von Armut bedroht. Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, galten im vergangenen Jahr rund 13 Millionen Menschen als armutsgefährdet. Damit blieb ihr Anteil von 16, 1 Prozent im Vergleich zu 2012 unverändert. Frauen, mit einer Quote von 17, 2 Prozent, sind häufiger von Armut bedroht als Männer, bei denen der Anteil nur 15 Prozent beträgt. Im Jahr 2013 waren mehr als ein Drittel der Menschen (35, 2 Prozent) aus Haushalten Alleinerziehender armutsgefährdet. Bei den Alleinlebenden betrug der Anteil der armutsgefährdeten Personen 31, 9 Prozent. Bei Personen aus Haushalten mit zwei Erwachsenen und Kindern war das Armutsgefährdungsrisiko dagegen eher unterdurchschnittlich: So lagen die Quoten für zwei Erwachsene mit einem Kind bei 11, 1 Prozent und mit zwei Kindern bei 8, 5 Prozent. Die Angaben beruhen auf Erhebungen in der Europäischen Union. Eine Person gilt nach der EU-Definition als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. 2013 lag dieser Wert für eine alleinlebende Person in Deutschland bei 11.749 Euro im Jahr.

Löhne und Lohnentwicklung weit unter internationalem Schnitt – Gewerkschaften abgemeldet

LOHN IV

Konjunktur – Angst vor Deflation

Deutschland: Die Gewerkschaften spielen bei den Löhnen keine Rolle mehr

Die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer beziehen Löhne, die nicht mehr von den Gewerkschaften mitverhandelt wurden. Das Ergebnis: Die deutsche Löhne liegen weit unter dem internationalen Durchschnitt. Die Produktivität ist dagegen dramatisch gestiegen. Nun fordert sogar die Bundesbank Lohnerhöhungen.

Agentur für Arbeit zwingt immer mehr Arbeitslose zum Psychologen

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Passau. Immer mehr Erwerbslose werden von der Bundesagentur für Arbeit zum Psychologen geschickt. Im Jahr 2013 sei die Zahl verpflichtender psychologischer Begutachtungen von Arbeitslosen auf 106.300 nach 95.000 im Vorjahr gestiegen, berichtete die »Passauer Neue Presse«. Das gehe aus den Antworten der Bundesagentur auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Die Tests seien im vergangenen Jahr bei 57.400 Langzeitarbeitslosen und bei 48.900 Beziehern von Arbeitslosengeld I gemacht worden. Laut Bundesagentur für Arbeit ist vor allem die Zahl der Tests bei Männern und Frauen gestiegen, die Arbeitslosengeld I erhalten. Dieser Anstieg stehe unter anderem mit der »Initiative Erstausbildung junger Erwachsener« in Zusammenhang, erklärte die Nürnberger Behörde. Dabei gehe es um ein Programm für Arbeitslose ab einem Alter von 25 Jahren, die über keinen Berufsabschluss verfügen. Verpflichtende Begutachtungen durch den Berufspsychologischen Dienst der Arbeitsagenturen dienen dazu, etwa vor Beginn einer Umschulung oder Weiterbildung Eignung und Fähigkeiten von Arbeitslosen zu beurteilen. Die Linkspartei kritisiert diese Praxis scharf. »Es ist ein Unding, dass Arbeitslose zu Psychotests gezwungen werden. Die Jobcenter sollen Jobs vermitteln und keine Seelenklempner«, sagte Fraktionsvize Klaus Ernst der »Passauer Neuen Presse«. Solche Tests dürfen nur freiwillig erfolgen. epd/nd

Hartz IV: Jobcenter verweigern ALG II Anträge

20. Mai 2014 – gegen Hartz-IV

Leistungsberechtigten wird in einigen Jobcenter die Aushändigung oder Annahme von Hartz IV-Neuanträgen verweigert.

Immer wieder erreichen unsere Redaktion Berichte von Antragstellern, nach denen Hartz IV-Neuanträge vom Jobcenter nicht angenommen werden. Zudem scheint es häufiger vorzukommen, dass die Antragsformulare nur im Rahmen eines Erstgesprächs mit einem Jobcenter-Mitarbeiter herausgegeben werden. Das hat zur Folge, dass Antragstellern die Entgegennahme oder Aushändigung der Antragsunterlagen verweigert wird – ohne widerspruchsfähigem Bescheid vom Jobcenter. Die Fraktion Die Linke hat angesichts dieser vermehrt auftretenden Problematik eine Kleine Anfrage an den Bundestag gerichtet, die klären soll, wie mit diesen Jobcenter-internen Verfahrensregeln umzugehen ist. Weiterlesen

Lebenshaltung in Deutschland 35,7% teurer als im weltweiten Schnitt!

Einkaufen in Deutschland (hier in Essen): Konsumenten müssen mehr auf den Tisch legen als in anderen Ländern. (Foto: dpa)

Die Preise in Deutschland liegen um 35,7 Prozent über dem Durchschnitt von 179 Ländern, die die Weltbank untersucht hat. Auch verglichen mit anderen europäischen Staaten ist das Leben in Deutschland teurer.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  | 

Vom Millionär zum Tellerwäscher: Mittelstand schrumpft rasant um 6,5% – Aufstieg kaum noch möglich

In Deutschland und in Amerika gilt: Einmal oben, immer oben. Die Eliten sichern sich ab, ein Aufstieg aus einer unteren Schicht ist kaum noch möglich. (Foto: dpa)In Deutschland und in Amerika gilt: Einmal oben, immer oben. Die Eliten sichern sich ab, ein Aufstieg aus einer unteren Schicht ist kaum noch möglich. (Foto: dpa)

Die Eliten mauern: Aufstieg aus einer unteren Schicht kaum möglich

Die ungerechte Gesellschaft – Die Mittelschicht schrumpft seit Jahren in allen entwickelten Volkswirtschaften. In Deutschland hat sich ihr Anteil innerhalb von 13 Jahren um 5,5 Million auf 47,3 Millionen verringert. Dies ist das Ergebnis einer ungerechten Verteilung von Einkommen und Vermögen: Die Reichen werden reicher, und in der Mitte gibt es kaum Aufstiegsmöglichkeiten.

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Sklaverei: Steuerlast deutscher Arbeiter 13,4% höher als im weltweiten Mittel

Finanzminister Wolfgang Schäuble kassiert mehr Steuern als Kollegen aus anderen OECD-Staaten. (Foto: dpa)Finanzminister Wolfgang Schäuble kassiert mehr Steuern als Kollegen aus anderen OECD-Staaten. (Foto: dpa)

Abgaben – Hohe Belastung

Deutschland liegt bei Steuern und Abgaben unter den 34 OECD-Ländern im Spitzenfeld. Der deutsche Staat kassiert von einem unverheirateten Angestellten ohne Kind fast die Hälfte des Einkommens.

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Richtstaat fällt Sklavenurteil: Schwarzarbeit muss nicht bezahlt werden

Das finanzielle Risiko von Schwarzarbeitern ist deutlich gestiegen. (Foto: dpa)Das finanzielle Risiko von Schwarzarbeitern ist deutlich gestiegen. (Foto: dpa)

Auftraggeber profitiert – Verträge über Schwarzarbeit sind insgesamt ungültig, so der Bundesgerichtshof. Deshalb kann ein Unternehmen Rechnungen nicht einklagen, wenn zuvor versucht wurde, das Geld am Finanzamt vorbeizuschleusen.

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moderner Holocaust: Verbot natürlicher selbstreproduzierender Nutzplanzen – bald auch bei uns

Berlin 03. April 2014amerika21.de

Kolumbianische Saatgut-Aktivisten in Europa

Kolumbianische Delegation prangert im Gespräch mit amerika21.de „aggressive Saatgut-Gesetze“ an. Handel mit traditionellen Samen sei illegal geworden

Alba Portillo und Cynthia Osorio vom „Netzwerk zur Erhaltung der Samen des Lebens“ (RGSV) und Antonio Alvarado von der Agrarkoordination CNA informieren derzeit in Europa über die Kämpfe der Bauernbewegung gegen die auf multinationale Konzerne zugeschnittenen Saatgut-Gesetze in Kolumbien

„Die Gesetzgebung ist sehr aggressiv“, sagt Portillo. Zucht, Tausch, Einlagerung oder Verkauf von nicht zertifiziertem Saatgut ist seit der Verordnung 970 aus dem Jahr 2010 illegal geworden, klagen viele Aktivisten. Wer dabei erwischt wird, muss hohe Geldstrafen bezahlen, beziehungsweise kann sogar im Gefängnis landen. In Kolumbien selbst sei dies zunächst kaum bekannt gewesen, so Osorio. Erst mit dem Dokumentarfilm „970″, der im vergangenen Jahr zur Zeit der massiven Bauernmobilisierungen im Internet zirkulierte,  erreichte das Thema rasch Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.

Der Film zeigt, wie 60 Tonnen Reis von Bauern des Bundestaates Huila durch die Aufstandsbekämpfungseinheiten der Polizei ESMAD beschlagnahmt und zerstört wurden, weil sie ihr Saatgut nicht bei der zuständigen Behörde ICA registrieren und zertifizieren ließen. Insgesamt seien zwischen 2011 und 2013 über 4.000 Tonnen von verschiedenen Samen beschlagnahmt worden, erklärt Osorio gegenüber amerika21.de. Im Film wird aufgezeigt, dass Kolumbien ein wichtiger Markt für Monsanto, Dupont und Syngenta ist.

Dabei gehe es um ein ökonomisches Modell, bei dem nur Agrarkonzerne ihren von ICA zertifizierten Samen verkaufen dürfen, nämlich die Hybrid- und Gen-Sorten, nicht aber das traditionelle Saatgut der Bauern, betont Portillo. Insofern seien die Beschlagnahmungen nicht das einzige Problem, sondern die Verdrängung der eigenen lokalen und kreolischen Samen überhaupt, die zum Verlust der Biodiversität und Nahrungssouveränität führe.

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moderne Sklaverei: Deutschland Vorreiter Europas

Ein Arbeiter entnimmt im ThyssenKrupp-Stahlwerk in Duisburg an einer Öffnung eines Hochofens eine Stahlprobe. (Foto: dpa)

Ein Arbeiter entnimmt im ThyssenKrupp-Stahlwerk in Duisburg an einer Öffnung eines Hochofens eine Stahlprobe. (Foto: dpa)

Deutschland schafft seine Arbeiter ab. Der Niedriglohnsektor boomt in kaum einem europäischen Land so wie in Deutschland. Von einer sozialen Marktwirtschaft kann nicht mehr die Rede sein. Die deutschen Arbeiter bezahlen den Preis für die hemmungslose Globalisierung.

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Mehrheit deutscher Frauen Niedriglohnsklaven

Die Situation der Frauen am Arbeitsmarkt ist schlecht. So arbeiten 65 Prozent von ihnen im Niedriglohn-Sektor. Doch auch bei der Vergabe von Vorstandsposten werden sie benachteiligt.

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Deutschland hat den größten Abstand zwischen Arm und Reich

Luxus-Wohnungen in Frankfurt: Der Abstand zwischen Arm und Reich ist im Vergleich zu allen Euro-Staaten in Deutschland am größten. (Foto: dpa)

Nirgendwo in der Euro-Zone sind die Vermögen ungleicher verteilt als in Deutschland. Insgesamt beläuft sich das Nettovermögen der Deutschen auf rund 6,3 Billionen Euro. Doch ein Fünftel aller Erwachsenen verfügt über gar kein Vermögen.

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Zinslast trotz derzeit noch günstiger Bedigungen bereits 2. größter Posten im Bundeshaushalt

Der zweitgrößte Posten im Haushalt von Finanzminister Wolfgang Schäuble ist der Schuldendienst. (Foto: dpa)

Der zweitgrößte Posten im Haushalt von Finanzminister Wolfgang Schäuble ist der Schuldendienst. (Foto: dpa)

Staatshaushalt – Zinslast kaum noch tragbar

Banken-Rettung: Steuerzahler bezahlen mit neuen Schulden

Ohne Bankenrettungen hätte Deutschland in den letzten fünf Jahren keine Schulden gemacht. Doch die Staatsschulden sind auf Rekord-Höhen angestiegen. Die Zinsen machen heute den zweitgrößten Posten im Bundeshaushalt aus.

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Mensa zu teuer: Studenten wandern zur Tafel ab

Der Mensa-Besuch ist für viele Studenten unbezahlbarer Luxus. Immer mehr müssen die Tafeln in Anspruch nehmen, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. (Foto: dpa)

Der Mensa-Besuch ist für viele Studenten unbezahlbarer Luxus. Immer mehr müssen die Tafeln in Anspruch nehmen, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. (Foto: dpa)

Viele Studenten in Deutschland sind auf die kostenlose Lebensmittel-Ausgabe angewiesen, sagt der Chef der deutschen Tafeln Jochen Brühl. Denn aufgrund der neuen Studienordnungen hätten sie keine Zeit mehr für Nebenjobs. Die Nutzung von Hilfsangeboten sei kein Zeichen von Schande.

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Katastrophenjahr 2014 – Jürgen Elsässer

Elsässer mit Luther in Wittenberg. Foto: GründlerElsässer mit Luther in Wittenberg. Foto: Gründler

Mein Editorial aus der neuen COMPACT 1/2014 – Elsässers-Blog

Die Überschrift macht Sie neugierig? Zu Recht! Aber es kommt ein bissel anders, als mancher denken wird. Ich musste mal was schreiben gegen die ganzen Apokalypse-Rauner, deren Schwarzmalerei die Leute vom Kampf für konkrete Veränderungen abhält…

Katastrophenjahr 2014

Reingelegt. 2014 wird gar kein Katastrophenjahr. Schlitzohrig habe ich die Überschrift trotzdem gewählt, weil ich weiß, dass sie Leser anzieht. Oder würden Sie sich für ein Editorial interessieren, das den Titel „Alles bleibt, wie es ist“ trägt? Eben.
Und genau darüber müssten wir unter uns Pfarrerstöchtern mal diskutieren: Warum auch kritische Zeitgenossen sich gerne in den schlimmsten Untergangsphantasien suhlen und anscheinend nicht genug davon bekommen können. Wechselweise wird entweder der Euro- oder der Dollar-Bankrott vorausgesagt. Ein Dauerbrenner ist die Wiederkehr des Faschismus oder wenigstens eine Big-Brother-Diktatur. Die eine Hälfte der Blogger beschwört die Kernschmelze in Fukushima, die anderen die Eisschmelze am Südpol. Ständig steht der 3. Weltkrieg vor der Tür, der – je nach Gusto – entweder von Iranern und anderen Schurken oder aber von Amis und Israelis ausgelöst wird. Und müssen wir nicht 2014 wieder mit einem Mega-Terroranschlag rechnen? Der wird seit 9/11 für jedes Jahr vorhergesagt, besonders gerne in Zusammenhang mit sportlichen Großereignissen wie Olympia.
Der schrille Daueralarm weckt das Publikum nicht auf, sondern treibt es in die Flucht. Zumal die Apokalyptiker auch keinen Vorschlag machen, was zu tun sei. Da der große Knall ohnedies kommt, hilft eh nix mehr – außer Überlebenspakete-Pakete zu kaufen und sich eine Knarre zuzulegen für den Tag X, wenn alles im Chaos versinkt. Die Vorstellung der Untergangspropheten ähnelt der Johannes-Offenbarung – es droht das Jüngste Gericht. Danach ist nichts mehr wie vorher. Entweder siegt der Große Satan, oder aus dem Chaos erhebt sich die Neue Ordnung – unsere Ordnung, die der “Guten”. Welche Hybris!
Man muss weg kommen von der apokalyptischen Starre, die manche wie das Kaninchen auf die Schlange blicken lässt. Am Beispiel des Euro: Wie oft wurde der Zusammenbruch der Gemeinschaftswährung schon vorhergesagt? Es gab bekannte Experten, die haben die Prognosen sogar auf den Tag genau gemacht. Aber der Crash wird nicht kommen! Denn: Die herrschenden Finanzmächte wollen den Euro auf Teufel komm raus erhalten, weil er die ideale Saugpumpe ist, um die Industriegesellschaften Kontinentaleuropas, vor allem Deutschlands, zu zerstören. Das Beispiel zeigt, dass es nicht um Entwarnung und pausbäckige Zuversicht geht. Gerade umgekehrt: Die eigentliche Katastrophe ist nämlich nicht der Zusammenbruch des Status Quo, sondern seine Fortexistenz. Während die Geldkritiker hoffnungsvoll oder bibbernd auf den Big Bang warten, verändert sich die Gesellschaft im Normalzustand immer weiter – zum Schlechten. Die Schulden von gestern werden mit Krediten von heute bezahlt, und zu deren Deckung werden die Renten unserer Kinder an Goldman Sachs verpfändet. Damit niemand nervös wird und seine Darlehen zurückverlangt, wird das Bankensystem planwirtschaftlich überwacht – bis hin zur Abschaffung des Bargeldes und dem Verbot des Goldbesitzes. Auf diese Weise kann die Hyperinflation verhindert oder zumindest auf lange Zeit zurückgestaut werden – aber um den Preis des Verlustes von persönlicher Freiheit in einem Bankiers-Sozialismus.
Wer ständig in Horrorvisionen über den Welt- oder Gelduntergang lebt, ist verloren.

 

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Das Gegenrezept kommt von Martin Luther: Lasst uns doch ein Apfelbäumchen pflanzen, verkündete er inmitten der Schrecken seiner Zeit.

 

(…)

 

Vollständig lesen in der Printausgabe COMPACT 1/2014

Urteil: Leiharbeiter haben keinen Anspruch auf Festanstellung

Leiharbeiter haben bei einem länger als „vorübergehenden“ Einsatz keinen Anspruch auf einen festen Arbeitsvertrag. Dies entschied das Bundesarbeitsgericht in letzter Instanz. (Foto: dpa)Leiharbeiter haben bei einem länger als „vorübergehenden“ Einsatz keinen Anspruch auf einen festen Arbeitsvertrag. Dies entschied das Bundesarbeitsgericht in letzter Instanz. (Foto: dpa)

Arbeitsmarkt – Sieg für Verleih-Firmen

Auch nach Jahren bei derselben Firma, hat ein Leiharbeiter kein Recht auf eine Festanstellung. Das entschied das Bundesarbeitsgericht am Dienstag in Erfurt. Sanktionen gegen Verleih-Firmen wird es nicht geben.

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Heftige Adenauer-Studie (CDU) diffamiert EU-Kritiker: Ausländerfeinde mit „Minderwertigkeitsgefühl“

Sie bestimmen, wer in Europa ein Demokrat ist und wer nicht: Hans-Gert Pöttering, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung - früher Präsident des Europäischen Parlaments, Angela Merkel und José Manuel Barroso. (Foto: dpa)Sie bestimmen, wer in Europa ein Demokrat ist und wer nicht: Hans-Gert Pöttering, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung – früher Präsident des Europäischen Parlaments, Angela Merkel und José Manuel Barroso. (Foto: dpa)

Eurovisionen – In einer Studie stellt die der CDU gehörende Konrad Adenauer Stiftung fest, dass jeder, der es in Europa wagt, die EU zu kritisieren, einen fremdenfeindlichen und undemokratischen Hintergrund hat. Die EU wird zu einer religiösen Veranstaltung hochstilisiert, die man den „Kräften des Minderwertigkeitsgefühls“ mit propagandistischem Morphium einträufeln müsse. Die Studie ist der Abgesang des demokratischen Bewusstseins einer zum Euro-Klüngel degenerierten, ehemaligen Volkspartei.

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Das Ende der Mittelschicht: Der Wohlstand verabschiedet sich aus Europa

Der Wohlstand - eine Fiktion in Europa. Während die Vermögen der Super-Reichen wachsen, haben 90 Prozent der Deutschen Angst vor dem sozialen Abstieg. (Foto: dpa)Der Wohlstand – eine Fiktion in Europa. Während die Vermögen der Super-Reichen wachsen, haben 90 Prozent der Deutschen Angst vor dem sozialen Abstieg. (Foto: dpa)

Gesellschaft – Deutsche fürchten Abstieg

Das Versprechen der EU, mehr Wohlstand für alle zu schaffen, hat sich nicht erfüllt: In den meisten Staaten verschwindet die Mittelschicht. Viele Bürger arbeiten rund um die Uhr – und können von ihrem Einkommen nicht leben. Wir erleben das Ende einer großen Illusion.

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Teilzeitarbeit: Vielen deutschen Frauen droht Altersarmut

 |  Veröffentlicht: 26.11.13, 12:26

Deutsche Bürger zahlen mehr Steuern als je zuvor

Finanzminister Schäuble freut sich über Rekord-Steuern und macht neue Schulden. (Foto: dpa)Finanzminister Schäuble freut sich über Rekord-Steuern und macht neue Schulden. (Foto: dpa)

Steuern – Staats-Schulden steigen

Im Oktober lagen die deutschen Steuereinnahmen 3,7 Prozent höher als vor einem Jahr. Finanzminister Wolfgang Schäuble profitiert von den geringen Zinsen und von der hohen Beschäftigung. Trotz der höheren Einnahmen, macht der Staat weiter Schulden.

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