Tag-Archiv | Zschäpe

mutige Insider veröffentlichen geheime NSU-Akten: Beweismittelfälschung augenscheinlich

compact NSU25. September 2014 – Compact-OnilineJürgen Elsässer

Originaldokumente der Ermittlungsbehörden legen Verdacht auf Beweismittelfälschung nahe. “Fortbestand der rechtsstaatlichen Ordnung in der Bundesrepublik Deutschland” ist in Gefahr.

Mit dem gestrigen Tag geht die Aufklärung der zehn Morde, die dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugeschrieben werden, in eine neue Phase über: Erstmals wurde eine große Menge an Originaldokumenten, die die bisherige Tatversion der staatlichen Ermittlungsbehörden in Zweifel ziehen, der Öffentlichkeit direkt zur Verfügung gestellt. Diese Akten können nur aus dem Kern des deutschen Polizei- und Sicherheitsestablishments kommen! Offensichtlich gibt es also bis in höchste Kreise hinein ernste Zweifel an der Wahrhaftigkeit des NSU-Verfahrens. Die Whistleblower sprechen von Beweismittelfälschung und warnen: “Wir weisen Sie nachdrücklich darauf hin, dass aus unserer Sicht die im Anhang dokumentierten Straftaten als staatsgefährdend anzusehen sind, da sie sich gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung richten.

 Diese Straftaten und in einem noch höheren Maße ihre Nichtaufdeckung gefährden offenkundig den Fortbestand der rechtsstaatlichen Ordnung in der Bundesrepublik Deutschland.” Kurz gesagt: Dieses “GermanLEAKS” hat für unser Land eine ähnliche hohe Brisanz wie WIKIleaks für die Politik der USA.

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Dönermorde/NSU: Warum wird die kurdische Spur verschwiegen?

EndCoveraus: COMPACT 8/2014: Bei drei Mordanschlägen, die dem NSU angelastet werden, wurde ein Kurde als Tatverdächtiger oder als Kontaktperson identifiziert: mit Name, Geburtsdatum, Wohnadresse. Warum wird nach dieser Person nicht gefahndet?

COMPACT bleibt am Ball: Seit Januar 2014 jeden Monat mit neuen Ungeheuerlichkeiten aus dem NSU-Komplex. Hier der Artikel aus unserer aktuellen Ausgabe COMPACT 8/2014 – hier bestellen.

Der Killer mit der Mütze

Bei drei Mordanschlägen, die dem NSU angelastet werden, wurde ein türkischer Staatsbürger als Tatverdächtiger oder als Kontaktperson identifiziert: mit Name, Geburtsdatum, Wohnadresse. Warum wird nach dieser Person nicht gefahndet?

Ismail Yasar, Betreiber eines Dönerstandes in Nürnberg, wurde das sechste Opfer des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU), so jedenfalls der Kenntnisstand der deutschen Strafverfolgungsbehörden. Am 9. Juni 2005

(…)

Leider gibt es zu keinem der Morde Zeugenaussagen, die das Trio – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und die einzige Überlebende, Beate Zschäpe – belasten. Die Phantombilder von allen Tatorten sehen den beiden Männern überhaupt nicht ähnlich, Zschäpe wurde sowieso nirgends gesichtet. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Die Videoaufnahmen von zwei Fahrradfahrern, die am 9. Juni 2004 eine Nagelbombe in der Kölner Keupstraße platziert haben sollen – das könnten vielleicht Uwe & Uwe gewesen sein. Allerdings gibt es einen Schönheitsfehler: Auf dem pixeligen Film ist das auffällige Tattoo am Unterschenkel des kurzbehosten Böhnhardt nicht zu erkennen, das ansonsten aktenkundig ist. Und: Eine Zeugin B. beschrieb den einen Fahrradfahrer als „einen hübschen Mann eher mediterranen Typs“ (NSU-Abschlussbericht des Bundestages, Seite 672), den anderen als „ leicht korpulent“ (Sachstandsbericht der Generalstaatsanwaltschaft Köln, 4. Januar 2012).   Schwer vorstellbar, dass sie damit die durchtrainierten und typisch deutsch aussehenden Rechtsradikalen gemeint haben könnte…

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Vater des ermordeten Uwe Mundlos klagt an: „Das ist kein NSU-Netz, das ist ein Verfassungsschutznetz“

Siegfried Mundlos klagte das System des Mordes an seinem Sohn an
Professor Siegfried Mundlos klagte das System des Mordes an seinem Sohn Uwe an.

1. Jan. 2014globalfire.tv

Der Vater des ermordeten Uwe Mundlos, Prof. Siegfried Mundlos, sagte im Zusammenhang mit den sogenannten NSU-Morden sowohl vor dem politischen NSU-Untersuchungsausschuss des Thüringischen Landtags in Erfurt, als auch vor dem Münchener Oberlandesgericht aus.

Professor Mundlos brachte nicht nur die professionellen Spurenverwischer der Politik (Untersuchungsausschuss) in Bedrängnis, sondern noch mehr den politischen Richter am Oberlandgericht München, Manfred Götzl. Weiterlesen

Zschäpe weiter entlastet

EndCoverMünchner Prozess mit Eigentoren der Anklage. Jürgen Elsässer spricht auf Veranstaltung in Eisenach

Der Münchner Prozess gegen Beate Zschäpe und andere ist gekennzeichnet von Eigentoren der Anklagevertreter. Gestern die Aussage einer Augenzeugin vom Mord an Habil Kilic in München 2001, die zwei Fahrradfahrer gesehen haben will. Mundlos und Böhnhardt im Auftrag von “Diddl-Maus” Zschäpe? Spiegel-online berichtet:

(Zitat Spiegel Anfang) Das entspricht dem wohl typischen Verhalten von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt bei anderen Verbrechen: mit Fahrrädern zum Tatort, töten oder rauben, wegfahren. Doch die Fahndungsfotos der mutmaßlichen Rechtsterroristen und die Bilder, die Anna S. von den beiden Männern vor ihrem Fenster abgespeichert hat, sind nicht miteinander vereinbar. “Gerade der mit den abstehenden Ohren, das wäre mir hundertprozentig aufgefallen”, beteuert Anna S. Sie sei gelernte Schneiderin und sehe, “was passt und was nicht”. Vielmehr habe sie die Männer für Osteuropäer gehalten, betont sie mehrfach. Woran sie das erkannt haben wolle, will der Nebenklage-Vertreter Yavuz Narin wissen. Sie sei Objektleiterin gewesen in einer Reinigungsfirma, in der viele Osteuropäer gearbeitet hätten. Sie kenne “die”. Die Männer vor ihrem Fenster damals seien “keine Deutschen, keine Österreicher gewesen. Die waren ein anderer Schlag.” (Zitat Spiegel Ende)

Zum Weiterlesen:

Beobachtete die CIA das NSU-Trio?

entnommen von Elsässers Blog – juergenelsaesser.wordpress.com/

COMPACT bittet seine Leser um sachdienliche Hinweise.compact-live-nsu-spezial-titel-215x300

COMPACT ist die regelmäßigen Veröffentlichungen über die Widersprüche der offiziellen NSU-Story – insbesondere durch unsere Sonderausgabe COMPACT-Spezial “Operation NSU – Neonazis, V-Männer und Agenten” – zur wichtigsten alternativen Informationsquelle im vermutlich wichtigsten Gerichtsprozess der letzten 30 Jahre geworden. Dankenswerter Weise erhalten wir auch zahlreiche Hinweise und Tipps von Informanten, die sich nicht den staatlichen Ermittlern offenbaren wollen. Leider fehlen uns die Kapazitäten, um jedem Hinweis sofort nachzugehen und bitten unsere Leser und Hinweisgeber deswegen um Geduld. Aber keine Sorge: COMPACT bleibt am Ball! Schicken Sie uns weiter, was Sie wissen – am besten direkt an elsaesser@compact-magazin.com oder per Brief (auch anonym) an COMPACT-Redaktion, Postfach 500553, 04305 Leipzig.

Einer der Hinweise ist so interessant, dass ich die COMPACT-Gemeinde um zusätzliche Informationen bitten möchte. Der Tippgeber ist mittlerweile untergetaucht bzw. hat sich nicht mehr gemeldet. Dies könnte darauf hindeuten, dass es sich um einen Aufschneider und Angeber handelt. Davon gehe ich beim derzeitigen Stand der Dinge aus. Sein plötzliches Schweigen könnte aber auch andere Gründe haben… Jedenfalls lässt sich seine Vertrauenswürdigkeit einstweilen nur durch Ihre Mithilfe verifizieren.

Seine Aussage in Kürze: Das Zwickauer Trio könne zumindest an den Morden in Hamburg (27. Juni 2001) und in Heilbronn (25.4.2007, Polizistenmord) nicht beteiligt gewesen sein, weil die Drei an jenen Tagen von CIA-Ermittlern verhört wurden. Er sei Teil dieser CIA-Einheit gewesen. Die Verhöre hätte an den Tattagen in Frankfurt/Oder stattgefunden. Die CIA habe durch die Verhöre feststellen wollen, ob das Trio auch Anschläge gegen US-amerikanische Ziele plane.

Frage an die Schwarmintelligenz:

1) Wer kann Hinweise zum Aufenthaltsort von Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe an den genannten Daten 27.6.2001 und 25.4.2007 geben?

2) Wer weiß von Besuchen von Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe in Frankfurt/Oder, von Kontakten des Trios in diese Stadt oder hat sie dort gesehen?

3) Wem sind zu den genannten Zeitpunkten US-Amerikaner in Frankfurt/Oder aufgefallen? Wer hat per Zufall Fotos von US-amerikanischen “Touristen” in Frankfurt/Oder gemacht (viele verirren sich ja nicht dorthin…).

Wir sich an den COMPACT-Ermittlungen beteiligen möchte, sollte auch in der aktuellen Ausgabe COMPACT 6/2013 den Artikel “Bube, König, As, Spion” (ein Agentenlexikon mit allen V-Leuten in/um den NSU) gelesen haben, der in der Juli-Ausgabe mit den “V-Leuten des Ku-Klux-Klan” fortgesetzt wird. Am besten COMPACT abonnieren und so auf dem laufenden bleiben!!