toller Rechtsstaat: durchs Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit Leiharbeit Steuern sparen

Steuer-Erleichterung dank Leiharbeit: Fleisch-Industrie spart Millionen

 |  19.08.13, 16:43

Die deutsche Schlacht-Industrie ist geprägt von Leiharbeitern. Ein Zustand, der gleich zwei Vorteile für die Schlachtbetriebe mit sich bringt. Denn die Unternehmen profitieren nicht nur von den niedrigen Lohnkosten. Die Praxis mit der Leiharbeit erhöht sogar die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Betriebe von der Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz befreien können. Das spart Millionen.

Die deutsche Schlachtindustrie spart mit der Einstellung von Leiharbeitern gleich doppelt (Foto: Flickr/L214 images).

Die deutsche Schlachtindustrie spart mit der Einstellung von Leiharbeitern gleich doppelt (Foto: Flickr/L214 images).

Zwar beschweren sich EU-Länder wie Belgien und auch Frankreich über die niedrigen Löhne in der deutschen Fleischindustrie, aber die deutsche Bundesregierung hat sich daran bisher nicht gestoßen. Sie fördert dies sogar noch. Denn die deutschen Schlachtbetriebe profitieren nicht nur hinsichtlich niedriger Lohnkosten von den fragwürdigen Werksverträgen. Vielmehr erhöht sich durch diese Leiharbeiter auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Umlage Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entfällt. Das sparte der Schlachtindustrie allein 2011 mehr als 27 Millionen Euro.

Um eine Befreiung von der EEG-Umlage beantragen zu können, müssen die Stromkosten eines Unternehmens im Verhältnis zur Bruttowertschöpfung bei über 14 Prozent liegen. Je geringer also die Bruttowertschöpfung umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Stromkosten bei über 14 Prozent liegen. Und dann steigt die Wahrscheinlichkeit, die EEG-Umlage nicht zahlen zu müssen.

„Die Bruttowertschöpfung wird durch Abzug der Vorleistungen von den Produktionswerten errechnet; sie umfasst also nur den im Produktionsprozess geschaffenen Mehrwert“, so das Statistische Bundesamt. Interessanter Weise können die Schlachtbetriebe die Lohnkosten für ihre Stammbelegschaft aber nicht von der Bruttowertschöpfung abziehen. Die Kosten für Leiharbeiter mit Werksverträgen aber schon, wie die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen zeigt: – zum Weiterlesen –