Tschechische Präsidentenwahl: Adliges Fossil gegen Hau-Drauf-Politiker

15.1.2013. Die erste Direktwahl des tschechischen Staatsoberhauptes am Wochenende führte zu keinem klaren Ergebnis, so daß die zwei Bestplatzierten, die adlige, neoliberal US- und EU-Marionette Karel Schwarzenberg (23,4%) und der polternde Ex-Premier Milos Zeman (24,21%), der seine Mitgliedschaft bei den Sozialdemokraten (CSSD) an den Nagel hing, um seine eigene Partei der Bürgerrechte (SPOZ) zu gründen, in der Stichwahl aufeinander treffen werden. Der parteilose, frühere Übergangspremier Jan Fischer (16,35%), der sozialdemokratische Kandidat und Sohn des legendären gleichnamigen Außenministers Jiri Dienstbier (16,12%), der ganzkörpertätowierte Künstler Prof. Dr. Vladimir Franz (6,84%), die Christdemokratin Zuzana Roithova (4,95%), die Schlagersängerin Tanja Fischerowa (3,23%) und die Populistin und EU-Gegnerin Jana Bobosikova (2,39%) landeten weit abgeschlagen auf den hinteren Rängen. (Kay Hanisch)

Dieser Beitrag wurde am 16. Januar 2013 veröffentlicht, in Demokratie. Setze ein Lesezeichen mit dem Permanentlink.