Umfrage: „Politiker sagen uns nicht die Wahrheit über die Euro-Krise“

Eine Studie der Universität Hohenheim zeigt eine tiefe Kluft zwischen den Bürgern und der deutschen Politik in der Einschätzung der Euro-Krise. Die Bürger glauben den Politikern nicht und fühlen sich nicht von ihnen vertreten. Meist verstehen die Bürger gar nicht, was die Politiker sagen. Wenige Wochen vor der Bundestagswahl ist das ein verheerender demokratischer Befund.

Angela Merkel wagt gelegentlich einen Besuch im Neuland Internet. Was sie da sieht, dürfte sie nicht besonders erfreuen: Sie erreicht die Bürger nicht, auch wenn sie wieder gewählt wird. (Foto: DWN/Laurence Chaperon)

Angela Merkel wagt gelegentlich einen Besuch im Neuland Internet. Was sie da sieht, dürfte sie nicht besonders erfreuen: Sie erreicht die Bürger nicht, auch wenn sie wieder gewählt wird. (Foto: DWN/Laurence Chaperon)

Eine aktuelle Studie zeigt: Die Kluft zwischen den Deutschen und ihren Politikern ist tief.

Wenn es um die Euro-Krise geht, trauen die Deutschen den Politikern nicht über den Weg.

Sie sind erstaunlich resistent gegen die teilweise massive Propaganda.

91 Prozent der Deutschen glauben, dass sie die Auswirkungen der Euro-Krise noch lange beschäftigen wird. Nur 17 Prozent denken, Europa sei über den Berg. Das sind die Ergebnisse einer Langzeit-Studie, die von der Universität Hohenheim und der ING-DiBA durchgeführt wird.

Jeder zweite Deutsche glaubt, dass die Euro-Krise negative Auswirkungen auf den Wohlstand haben werde. 80 Prozent sind sich sicher, dass sie die Kluft zwischen Reich und Arm verschärfen werde. Vier von zehn Deutschen sind der Meinung, dass der Zusammenhalt der Bürger im Land unter den wirtschaftlichen Umständen leiden werde.

Nur einer von zehn Deutschen glaubt, dass die Politiker die Wahrheit sagen, wenn es um die Krise geht. Für die große Mehrheit sind die Aussagen der Politiker unverständlich.

Die Zusammenfassung der Studie im Detail: 14.08.13, 00:49Zum Weiterlesen: