Verbündete beginnen mit Waffenübergabe an Kiewer NATO-Junta / deutsche Wirtschaft gegen Sanktionen

Vitali Klitschko bittet Deutschland um Hilfe beim Mauerbau

Vitali Klitschko bittet Deutschland um Hilfe beim Mauerbau

STIMME RUSSLANDS Vitali Klitschko überraschte in Berlin mit der Forderung nach deutscher Hilfe beim Mauerbau in der Ukraine.

Neulich hatte der ukrainische Premier Arseni Jazenjuk die Errichtung einer „realen Grenze“ zu Russland, ähnlich der israelischen Mauer im Gazastreifen, verkündet. Für die Umsetzung wurden sechs Monate eingeräumt. „Wir wollen einen echten Schutz“, sagte Jazenjuk.

Jetzt bat der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, Deutschland um Hilfe für den Bau einer solchen Mauer: „Wir würden uns richtig freuen, Unterstützung von allen Freunden der Ukraine zu bekommen“, sagte Klitschko am Freitag in Berlin.

Klitschko rückt seine Worte zu Mauerbau zurecht

STIMME RUSSLANDS Vitali Klitschko hat laut dpa die Deutschen um ihre Hilfe beim Mauerbau gegen Russland gebeten. Er nannte als Bespiele Geld und Know-How. Am Nachmittag versuchte sein Sprecher, die Sache wieder einzufangen: Wegen seines schlechten Deutschs habe sich Klitschko missververständlich ausgedrückt.

„Wir würden uns richtig freuen, Unterstützung von allen Freunden der Ukraine zu bekommen“, sagte Klitschko am Freitag in Berlin. Aus Deutschland sei dabei Hilfe „jeder Art“ willkommen. Klitschko nannte als Beispiele finanzielle Unterstützung und Hilfe durch „Know-How“.

Laut dpa rückte sein Sprecher die Aussage des Politikers später ins rechte Licht: „Es liegt an seinem Deutsch. Aufgrund seines schlechten Deutschs hat er sich missverständlich ausgedrückt.“ Klitschko habe nur zum Ausdruck bringen wollen, dass Deutschland die Ukraine mit den Erfahrungen unterstützen solle, die es nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung gesammelt habe. dpa

Deutsche Wirtschaft kritisiert neue Sanktionen gegen Russland als Fehler

Eckhard Cordes

STIMME RUSSLANDS Die neuen Sanktionen der EU gegen Russland stoßen auf Kritik in der deutschen Wirtschaft, meldet Deutschlandfunk. Die neuen Strafmaßnahmen gegen Energie- und Rüstungsunternehmen seien ein Fehler, sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Cordes, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Die Wirtschaftssanktionen hätten bislang keinen Fortschritt in der Ukraine-Krise gebracht. Man schade vielmehr deutschen Unternehmen, ohne die erhoffte politische Wirkung zu erzielen. Vor allem kleine und mittlere Firmen, die einen wesentlichen Teil ihres Geschäfts in Russland tätigten, seien in ihrer Existenz bedroht.

Nato plant, Arsenal für schnelle Eingreiftruppe im Baltikum zu stationieren

Hans-Lothar Domrose

STIMME RUSSLANDS Estland, Lettland und Litauen könnten die Länder werden, in denen die Nato die Rüstungen und Ausstattungen für die schnelle Eingreiftruppe unterbringen wird, erklärte der Befehlshaber der Vereinigten Streitkräfte der Nato, General Hans-Lothar Domrose, in Brunssum (Niederlande).

Dabei hob der General besonders hervor, dass die Allianz „die Vereinbarungen mit Russland einhält: Die Truppen der Nato werden dort nicht auf ständiger Grundlage stationiert werden.“

Früher hatte der Stellvertreter des Generalsekretärs der Nato, Alexander Vershbow, während des Gipfeltreffens der Allianz in Wales erklärt, dass das Hauptquartier der schnellen Eingreiftruppe seinen Sitz in Polen haben werde.

Kiew: Nato-Länder beginnen mit Waffenlieferungen an Ukraine

Kiew: Nato-Länder beginnen mit Waffenlieferungen an Ukraine

STIMME RUSSLANDS Laut dem ukrainischen Verteidigungsminister Valeri Geletej läuft bereits eine Waffenübergabe an Kiew durch Nato-Mitgliedsländer. Geletej wies darauf hin, dass er Anfang September zusammen mit dem ukrainischen Präsidenten dem Nato-Gipfel in Wales beigewohnt und die Allianz um Hilfe für die Ukraine gebeten hatte.

„Ich habe auch (am Rande des Gipfels-Red.) unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit den Verteidigungsministern führender Länder der Welt, mit denjenigen gesprochen, die uns helfen können. Und sie haben uns Gehör geschenkt. Derzeit vollzieht sich der Prozess der Waffenübergabe“, sagte Geletej in einem Interview für den ukrainischen Fünften Kanal am Samstagabend.

Früher hatte der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko mitgeteilt, dass es ihm gelungen sei, mit einer Reihe von Nato-Ländern über direkte Lieferungen von modernen Waffen an die Ukraine übereinzukommen. Nach Angaben von Juri Luzenko, Berater des ukrainischen Staatschefs, wurde auf dem Nato-Gipfel in Wales eine Vereinbarung über Waffenlieferungen aus den USA, Frankreich, Polen, Norwegen und Italien getroffen. In der Folgezeit dementierten all diese Länder diese Erklärung. Der ukrainische Präsident beharrte jedoch darauf, dass es immerhin gelungen sei, mit einer Reihe von Nato-Ländern über direkte Lieferungen von modernen Waffen übereinzukommen. RIA Novosti/ STIMME RUSSLANDS

Rund die Hälfte von russischem humanitärem Konvoi in Lugansk eingetroffen

Rund die Hälfte von russischem humanitärem Konvoi in Lugansk eingetroffen

STIMME RUSSLANDS Die Hälfte eines russischen humanitären Konvois ist am Samstagmorgen in der ostukrainischen Stadt Lugansk eingetroffen. Wie ein RIA-Novosti-Korrespondent vor Ort berichtete, werden die ersten der etwa 100 Lastwagen derzeit entladen.

Im Tagesverlauf dürften die restlichen 100 Wagen mit Lebensmitteln, Medikamenten und Stromgeneratoren in der von der ukrainischen Armee weitgehend zerstörten Stadt eintreffen. Der Konvoi enthält insgesamt 1.880 Tonnen Konserven, Zucker, Mehl und sonstige humanitäre Hilfsgüter. RIA Novosti / STIMME RUSSLANDS

Donezk unter Artilleriebeschuss

Donezk unter Artilleriebeschuss

STIMME RUSSLANDS Ein Mann ist umgekommen und sechs weitere sind in der vergangenen Nacht bei Artilleriebeschuss eines Vorortes von Donezk verletzt worden, teilt das Informationszentrum der eigenmächtig proklamierten Volksrepublik Donezk mit.

In Donezk selbst wurde der Stadtbezirk Kiewski in der vergangenen Nacht aus Granatwerfern beschossen. Die Opferzahl steht einstweilen noch nicht fest. RIA Novosti / STIMME RUSSLANDS

Nach UN-Angaben waren seit Beginn des blutigen Konflikts in der Ostukraine vor sechs Monaten bereits rund 2.700 Zivilisten ums Leben gekommen. Moskau bezeichnete den Armeeeinsatz im Osten der Ex-Sowjetrepublik als Strafoperation und forderte ihre unverzügliche Einstellung. RIA Novosti / STIMME RUSSLANDS

– Alles Wissenswerte zur Ukraine-Krise –