Verdrossen? Vergiftet!

Verdrossen? Vergiftet!

Arne Fischer – 28. September 2013 – Compact-Magazin – Bilduelle: Michael Loeper  / pixelio.de

Der 22. September 2013 war einmal wieder ein denkwürdiger Tag. Die Würde indessen, die blieb auf der Strecke. Denn es ist doch ein würdiges Ereignis, wenn der Bürger sich aufgerufen fühlt, ja sich selbst aufruft, für seine Gesellschaft,  seinen Staat und seine Führer zu stimmen. In einer freien, geheimen Wahl. Er, der Bürger, der sich hierzu hinter die ehernen, schutzbringenden Zinnen begibt, um Schutz zu finden und seinerseits für die Integrität der Mauern einsteht.

Ein schönes Bündnis: Ein Freier bindet sich an die Gemeinschaft. Schließt sich ihr dienend an. Die Gemeinschaft, sie nimmt seinen Dienst und leistet Schutz. Und Trutz.
Ein schönes Ideal. Ein leerer, schmeichelnder Wahn. Eine Utopie?

Das, was einmal eine Gemeinschaft war oder sich vorgenommen hatte, eine zu werden, zerspellt sich im Kündigungswahn.
Der Generationenvertrag: Gekündigt. Neuer Vertragspartner: Die Jünger des Hedonismus.
Der Gesellschaftsvertrag: Gekündigt.  Neuer Vertragspartner: Die wohlfeile Schar der Saat und Ernte verzehrenden Neoliberalisten.
Das Vertragen ist der Unterwerfung gewichen. Ehre, Treue und Pflicht ersetzt in Lissabon und durch Mechanismen, deren Stabilität sich im perpetuierenden Selbsterhalt von Gouvernanten und Gouverneuren spiegelt, die aber nicht für die europäischen Völker in den Dienst genommen ist. – Zum Weiterlesen –