von der Leyen rettet 81 von 23000 Schlecker-Angestellten

So erfolgreich erweist sich nämlich ihr Vorhaben, arbeitslose Schlecker-Frauen zu Erzieherinnen und Altenpflegerinnen umzuschulen.

Einem Zeitungsbericht zufolge scheitert die von der Ministerin geforderte Umschulung zur Erzieherin häufig an den eigenen Vorgaben: So darf die Bundesagentur eine Umschulung nur maximal zwei Jahre fördern – die Ausbildung von Erzieherinnen dauere jedoch drei Jahre. Wer bei der aktuellen Gesetzeslage das dritte Jahr bezahlen muss, ist zwischen Bund und Ländern natürlich umstritten. Daher wurde bislang auch nur in Einzelfällen eine Lösung gefunden. – ohne Kommentar –

Etwa 97 Prozent der knapp 23.000 von der Schlecker- und IhrPlatz-Pleite Betroffenen sind Frauen, rund ein Viertel von ihnen hat sich nicht auf das Gedöhns von der Leyens verlassen und eine andere Arbeit gefunden. Ein nicht unerheblicher Teil der Frauen hat sich anderweitig von der Arbeitsministerin inspirieren lassen und ist selbst Mutter geworden, sprich ist in den Mutterschutz gewechselt. Angesichts der demographischen Situation eindeutig die beste Entscheidung.

Nach Angaben von BA-Vorstand Raimund Becker absolvierten bislang 10.000 Betroffene Weiterbildungsmaßnahmen. Eine gewiss völlig inakzeptable Quote für die BA. Schon die anwachsenden Arbeitslosenzahlen mitten im Sommer haben verdeutlicht, dass die, trotz stetiger Vermehrung, zur Verfügung stehenden Arbeitslosenverschleierungskapazitäten (private „Bildungs“träger) der aktuellen Entlassungswelle nicht mehr gewachsen sind. Auch angesichts der vielen europäischen arbeitslosen Jugendlichen die Innenminister Friedrich nach Ostdeutschland schleusen möchte, besteht hier für die BA dringender Handlungsbedarf. Vielleicht dürft Ihr Schlecker-Frauen ja dann zukünftig spanischen Jugendlichen zeigen wie man sich richtig bewirbt. (Norman Knuth)