Warum diese EU wirklich initialisiert wurde?

Und was das für uns bedeutet?


Im Zusammenhang mit der EU spricht man auch von der Zollunion. Das heißt Deutschland gab seine Zollhoheit zulasten einer gemeinschaftlichen, EU-weiten, Zollregelung auf.

Zölle allerdings sind zur Regulierung (Ausgleichung) von Lohn- und Steuerunterschieden da. Eine notwendige gemeinsame Finanz- und Lohnpolitik aber hat es nie gegeben – auch nicht in Absichten!

Die Folgen von mangelnder Zollregulierung sind einfach dargelegt.

Nachdem wir vor einigen Jahren noch die immer preiswerter werdenden Produkte gekostet haben, mussten wir später oft feststellen: Sie sind nicht „umsonst“, sondern oft Grund ihrer qualitativen Minderwertigkeit, günstiger. Erst beim Versuch die Kaufgewohnheiten wieder umzustellen, registrierten die meisten Menschen, daß die alte Qualität, wegen Lohndumpings, mittlerweile nicht mehr erschwinglich, oder, aufgrund von Firmenpleiten infolge des Absatzeinbruches, also Arbeitslosigkeit, schlichtweg nicht mehr Verfügbar, ist.

Dieses Szenario spiegelt den von der deutschen, europäischen, aber auch weltweiten Politik entfesselten Wettbewerb um die geringsten Löhne und Steuern für Unternehmen, und die größten Subventionen wieder.

So schrumpf nach der durchschnittlichen Qualität, dem Wettbewerb entsprechend auch die Steuerlast für Reiche und Konzerne, die Sozialleistungen und die volkwirtschaftliche Grundsubstanz, aber auch die Realeinkommen (-9% seit 2001), vor allem in der unteren Hälfte. Parallel dazu steigt zum Einen die Rendite, zum Anderen die Verschuldung, genauso wie die Armut und die Arbeitszeit. Das belegen alle offiziellen Statistiken Deutschland betreffend, völlig gleich wer diese gefälscht hat.

Davon vermehrt betroffen sein, werden in Zukunft, systemisch bedingt, auch die vorerst scheinbaren Gewinner der Zollunion, so zeichnet sich in Griechenland, Irland, Portugal, Belgien und Spanien, aber auch sonst wo, deutlich ab. Generell muß man dem statistischen Vergleich und seiner Entwicklung folgend zur Kenntnis nehmen, dass die Reallohnentwicklung im europäischen Vergleich bis zur Finanzkriese nur in Deutschland negativ war. Die renditebezogenen Produktionsvorteile der westlichen, südlichen und nördlichen Staaten der europäischen Union sind aber mittlerweile erschöpft.

So ist Deutschland im Reallohnvergleich der Alteuropäer nicht einmal mehr unter den ersten 12 und betreibt neben dem Lohn- auch Gewinnsteuerdumping. Hat ein Land unter diesen neuen europäischen Maßgaben erst einmal das deutsche Produktionskostenniveau, welches sich im Vergleich selbst ständig renditeorientiert entwickelt, also einen vergleichbaren Wohlstand, erreicht, wird dieser zwangsläufig im ähnlichen Umfang wie in Deutschland wieder vernichtet. Keine Weissagung – Kausalität! Da die Löhne in Osteuropa noch geringer sind als im Rest der Union und es bei uns keine Mindestlöhne gibt, wird Deutschland, auch auf Grund des kürzeren Transits, aber auch weiterhin am massivsten von der sogenannten Globalisierung betroffen sein.

Damit „diese Globalisierung“ noch schneller raumgreift, betreibt die EU, mittels der Bolckestein-Richtlinie, und Deutschland, mittels Agenda 2010 und Hartz-IV, auch entsprechende, ebenfalls auf der Plattform erklärte, Arbeitsmarktpolitik.

Das was uns die Politik als Globalisierung verkauft, hat Sie also mit der EU selbst erst entfesselt!

Weitere Grundlagen „dieser Globalisierung“ sind der €uro und, so unglaublich es sich anhören mag, die Finanzkrise. Daher sind auch diese beiden Konstrukte auf der Plattform erklärt.

Diese kapitalinteressenorientierte Europapolitik beeinflusst aber nicht nur Europa selbst, auch in Afrika zeigt sie ihre hässliche Fratze. Hier sorgen wir nämlich durch unsere Agra-Politik gezielt für Hunger.

Neben den wirtschaftlichen Bestrebungen und Entwicklungen, bereiten aber auch die zunehmende politische Intransparenz, der zunehmende Abbau demokratischer Einflussnahme, der kulturelle Raubbau, die Militarisierung und die Aushebelung der Meinungsfreiheit große Sorgen. Die diktatorischen Entwicklungen dieser EU sind beängstigend augenscheinlich und werden in Zukunft dem Lissabon-Vertrag folgend notfalls auch mit internationalen Polizeieinheiten durchgesetzt.

Gute Politik ist nur mit echtem Journalismus möglich.

von Norman Knuth