Was man alles machen kann! Die Blume der Freude

DSC02643Für die Gesundheit kann man viel tun, wenn man das möchte. Und das gute daran ist, man spart auch manchen Teuro dabei! Zum Beispiel, siehe Foto!

Die Mohnpflanze (Papaver officinalis, bzw. P. somniferum) hieß im alten Orient die Blume der Freude. Bei den Assyrern hieß sie „Namtilla“ (Pflanze des Lebens). Auf Sanskrit heißt der Mohn „Ahiphena“ (Gift der Schlange) und ist eine heilige Rauschdroge des Hindugottes Shiva. Papaver somniferum heißt auf deutsch Schlafmohn, Backmohn, Blutblume oder Ülmohn. Nach Theokrit ist der Schlafmohn aus den Tränen der Aphrodite entsprungen, als sie um den Verlust ihres Geliebten Adonis weinte. Die alten Griechen nannten den Schlafmohn „Blume der Träume“, ein Sinnbild des Gottes der Träume Morpheus. Daher stammt auch der Name „Morphium“, zu dessen Herstellung er heute noch dient. Als Opium wirkt der Schlafmohn berauschend, aber auch sexuell erregend. Gleiches soll auch für den Mohnkuchen gelten. Die „Allerleilustblume“, wie man sie im Volksmund eindeutig bezeichnend nennt, ist auch im Bild „Garten der Lüste“ von Hieronymus Bosch vertreten. In der Magie und bei Räucherzeremonien war Mohn ein wichtiger Bestandteil. Seine Schlaf erzeugenden, seltsam erregenden und Traum erzeugenden Eigenschaften waren sehr gefragt. 1670 wurde das geschichtsträchtige Laudanum erfunden, dessen Bestandteile Opium, Safran, Zimt, Nelke und spanischer Wein waren. Dieses Mittel wurde nicht nur eingenommen, um gesund zu werden, sondern auch um sich zu berauschen. Später im 18. Jahrhundert wurden noch Zitwer, Angelika, Weihrauch, Myrrhe, Wacholderbeeren, Lavendel und Rose dem Laudanum beigefügt um ein berauschendes Mittel gegen die Pest einzusetzen. Es wurde geraucht, geräuchert und für die Herstellung von Räucherkerzen verwendet. Gegen Schlafstörungen soll Mohnsamen auch schon mit etwas Tabak geraucht worden sein, was scheußlich schmeckt, aber einen wohligen Schlaf beschert. Mohnsamen verbrennen prasselnd, wenn man sie auf Kohle streut, deshalb ist es sinnvoller, sie in einer Räuchermischung zu verbrennen. Hier eignen sich besonders die oben genannten Pflanzen und Ingwer, Labdanum, Tolubalsam, Goldmohn, Giftlattich, Kaneel, Cassia, Klatschmohn, Erdrauch u.a.

Rechtliches: Der Anbau von Mohn ist in Deutschland genehmigungspflichtig, der Anbau und Besitz von Schlafmohn (Papaver somniferum) sogar verboten.

http://www.heiler-forum.eu/

Mohnkuchenrezept zum Sonntag!

500 Gramm Mehl,1 Päckchen Backpulver,175 Gramm Rohzucke ,100 ml Milch ,1 PriseSalz, 5 Eier, 175 Gramm Butter weich, 200 Gramm Mohn etwas Öl, gemahlenen Haselnuss
Mehl , 4 Eier, Backpulver , 125 Gr. Butter, 100 Gr. Zucker , 1 PriseSalz, 50 ml zu einem feinen Rührteig verarbeiten.

Die restlichen Zutaten für die Mohnfüllung mit dem Mixer oder Schneebesen verrühren.
Die Backform gut ölen und mit dem Haselnusspulver ausstreuen.
Dann eine Schicht Teig in die Form geben, die Mohnmasse darauf füllen und mit dem restlichen Teig bedecken.
Bei 200 Grad 50 Minuten backen.

Guten Appetit und einen gesunden Sonntag.

Petra Mensch