Zur Abwechslung mal die Wahrheit über Libyen & Syrien?

UNO-Generalsekretär Ban: Syrische Opposition für Eskalation verantwortlich – deutscher Außenminister gegen Krieg

14.8.2012. UNO-Generalsekretär Ban Kyi Moon hat zugegeben, daß die Eskalation der Gewalt in der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo auf das Konto der vom Westen unterstützten Terroristen der „Freien Syrischen Armee“ und ähnlicher Söldnergruppen geht, die politisch der Exilopposition nahe stehen. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat – obwohl er letztlich auch nur eine Marionette der US-amerikanischen Kolonialherren ist – sich gegen einen militärischen Angriff auf Syrien ausgesprochen, weil dieser „die Probleme eher vergrößern als verkleinern“ würde, womit sich Westerwelle seiner Linie die militärischen Zurückhaltung, die er auch schon im Libyen- und im Afghanistankrieg erfolglos versuchte durchzusetzen, treu bleibt.

NATO bot Ghaddafi angeblich 10 Mrd. US-Dollar bei einem Rücktritt

14.8.2012. Wie überrascht und verzweifelt die NATO darüber war, daß sich der Libyen-Krieg in die Länge zog, merkt man daran, daß sie nach libyschen Berichten dem damaligen Revolutionsführer Muammar al-Ghaddafi 10 Mrd. US-Dollar und einen Zufluchtsort im Norden der Türkei im Falle eines Rücktritts anbot, was dieser brüsk ablehnte und erklärte, er werde Libyen bis zum letzten Blutstropfen verteidigen, was er im wahrsten Sinne des Wortes auch dann gemacht hat und was zeigt, daß er sich eben nicht kaufen ließ. Eine Haltung, die viele westliche Führer erboste, weshalb man dann auch beschloß, Ghaddafi zu töten, denn es war klar, so lange er lebte (selbst in der Wüste oder im Exil) würde er für Libyen kämpfen.

Afrika-Experte der Friedrich-Ebert-Stiftung würdigt die Arbeit Ghaddafis

13.8.2012. In einem langen Interview mit der österreichischen Tageszeitung „der Standard“ hat Ulrich Golaszinski, der für das Afrika-Referat der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin tätig ist, die Verdienste des 2011 ermordeten libyschen Revolutionsführers Muammar al-Ghaddafi um die Gründung der Afrikanischen Union gewürdigt. Ghaddafi hatte „gute Ideen“ und die „Vision, die Vereinigten Staaten von Afrika zu schaffen“, dieses Vorhaben sei aber von Senegals Gerontokraten Abdolaye Wade und Südafrikas damaligem Staatschef Thabo Mbeki durchkreuzt wurden, so Golaszinski. (Kay Hanisch)

Dieser Beitrag wurde am 14. August 2012 veröffentlicht, in Kultur. Setze ein Lesezeichen mit dem Permanentlink.